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16.02.2017, Patrick Chanab

Tabea Alt in A-Kader des DTB berufen


Tabea Alt (16) setzt ihren sportlichen Höhenflug fort. Hier freut sie sich über eine Auszeichnung beim MTV-Ehrungsabend Anfang des Jahres. Foto: MTV Ludwigsburg.

Nach dem historischen 6. Platz bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro macht Tabea Alt nun den nächsten bedeutenden Schritt in ihrer sportlichen Karriere. Die Berufung in den fünf Turnerinnen umfassenden A-Kader des Deutschen Turner-Bundes ist eine Anerkennung für ihre stetige Entwicklung in den letzten Jahren.  
 
Zu Beginn des neuen olympischen Zyklus hat DTB-Cheftrainerin Ulla Koch MTV-Turnerin Tabea Alt in den A-Kader 2017 des Deutschen Turner-Bundes berufen. Nach den sehr guten Ergebnissen bei internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften im vergangenen Jahr – gekrönt durch den Weltklasseauftritt bei den Olympischen Spielen in Rio – gehört die erst sechzehnjährige Ludwigsburgerin inzwischen zu den arrivierten Größen im deutschen Turnsport. Die offizielle Aufnahme in den Elitekreis der Sportart Gerätturnen, zu dem auch die anderen vier Athletinnen aus dem Turn-Team Rio 2016 zählen, war deshalb reine Formsache. Von Alt und den anderen etablierten Leistungsträgerinnen Sophie Scheder (TuS 1861 Chemnitz-Altendorf), Elisabeth Seitz, Kim Bui (beide MTV Stuttgart) und Pauline Schäfer (TV Pflugscheid-Hixberg) erwartet Bundestrainerin Koch, dass sie „weiter auf Erfolgskurs bleiben und den jüngeren Turnerinnen die Richtung vorgeben“.

Einstimmung auf die neue Saison in Heilbronn

Der National-Team-Cup am 4. März in Heilbronn ist eine erste Bewährungsprobe für das Quintett. Bei der Turnveranstaltung treten die fünf Ausnahmesportlerinnen im Team gegen den amtierenden deutschen Meister, eine Auswahl der besten Turnerinnen aus der Bundesliga sowie eine Juniorinnen-Mannschaft an.
 
Nur zwei Wochen später unterziehen sich Alt und Schäfer dem nächsten Härtetest, wenn sich die Crème de la Crème des Kunstturnens beim EnBW DTB-Pokal in der Stuttgarter Porsche-Arena zum Kräftemessen trifft. Bei der zweiten Station der FIG-Weltcupserie (Féderation Internationale de Gymnastique) dürfen sich die Zuschauer auf ein prominent besetztes Starterfeld freuen, darunter auch die olympische Silbermedaillengewinnerin Angelina Melnikova aus Russland. Tabea Alt fiebert dem Auftritt vor heimischer Kulisse ganz besonders entgegen und erhofft sich zusätzlichen Rückenwind durch die Unterstützung des Publikums: „Nachdem ich im vergangenen Jahr wegen einer Knieverletzung nicht in Stuttgart an den Start gehen konnte, freue ich mich nun umso mehr auf meine Premiere! Noch dazu in einem so starken Starterfeld und direkt vor meiner eigenen Haustür.“
 
Beflügeln dürfte die Athletin aus dem Kunst-Turn-Forum des Schwäbischen Turnerbunds (STB) auch, dass ihr 17. Geburtstag auf den zweiten Wettkampftag, den 18. März, fällt. Eine gute Platzierung würde ihren Ehrentag perfekt machen und sie mit noch mehr Aufwind in die neue Wettkampfsaison starten lassen.


 
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